Europaflagge

Der lange Weg zur Europaflagge

Wir kennen sie alle, die Flagge mit den 12 Sternen auf blauem Hintergrund: die Europaflagge. Doch wissen wir auch, was es mit dieser Flagge auf sich hat und warum gerade 12 Sterne auf der Europaflagge abgebildet sind? Dass es sich hierbei womöglich um die Anzahl der Gründerstaaten der Europäischen Union oder des Europarats handelt, ist ein Irrtum. Die EU hat die Flagge erst 1986 vom Europarat, welcher diese Flagge seit 1955 öffentlich eingeführt hat, übernommen. Fakt ist, dass die 12 Sterne lediglich eine symbolische Bedeutung haben: Die 12 ist seit jeher ein Symbol, welches Vollständigkeit und Einheit und Vollkommenheit darstellt.

Doch bis es soweit war, dass die heute bekannte Europaflagge offiziell an einem Fahnenmast gehisst werden durfte, war es ein langer Weg. Vor der Einführung und Bestätigung der Flagge als Symbol des Europarats gab es einige unterschiedliche Entwürfe für die Flagge, die allesamt aus diversen Gründen abgelehnt worden sind.

• ein Entwurf mit einer goldenen Sonne und einem roten Kreuz in der Mitte, wurde von der Türkei abgelehnt, welche jeden Entwurf mit einem Kreuz kategorisch ablehnte.

• ein anderer Entwurf eines Komitees mit 8 ineinander verbunden Ringen wurde abgelehnt, weil er an eine Telefonwählscheibe erinnerte.

• ebenso abgelehnt wurde ein Entwurf mit einem großen grünen „E“. Diese Flagge wurde als „Churchills Unterhosen“ bezeichnet.

• 1953 sollte dann eine Flagge mit 15 Sternen eingeführt werden. Diesem widersetzte sich Deutschland, weil in dem Fall das Saarland als eigenständiges Land mit einem Stern auf der Flagge abgebildet worden wäre. Auf der Gegenseite akzeptierten das Saarland und auch Frankreich die Lösung mit 14 Sternen nicht. 13 Sterne kamen natürlich ebenso nicht infrage, da die 13 vielerorts als Unglückszahl gilt. So wurden es schließlich 12 Sterne, die bis heute unverändert gehisst werden.

 

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