Deutschlandfahne

Woher kommen die Farben der Deutschen Nationalflagge?

Bild Craig Nagy / flickr

Der Teppich wird zur Flagge

Im Jahre 1152 wurde der Staufer Friedrich I. „Barbarossa“ in Frankfurt zum Deutschen König gekrönt. Auf seinem Geheiß hin soll der Weg zum Ort der Krönung mit einem schwarz-rot-goldenen Teppich ausgelegt worden sein. Dieser wurde nach der Zeremonie in Streifen zerschnitten und diese dann wie Flaggen zum Gedenken an das Volk verschenkt.

Krönungsmantel in Flaggen-Farben

Bei der Krönung Friedrich II. trug dieser einen Krönungsmantel in den Farben schwarz-rot-gold. Der Mantel wurde bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen (1806) getragen.

Uniformen in den Farben der Flagge

Unter der schwarz-rot-goldenen Flagge des Deutschen Bauernkrieges 1524/1525 vereinten sich 800 Bauern. Zu Napoleons Zeiten (1782-1834) trug das Lützower Freikorps während der Gefechte keine Flagge. Die leichten Truppen hatten in Preußen bis 1815 gar keine Flagge. Lediglich zum Anwerben der Rekruten gab es eine Flagge bestehend aus einem roten und schwarzen Streifen, sowie eine Inschrift „Mit Gott fürs Vaterland“. Auch in der überwiegend schwarzen Uniform des Korps, mit den roten Aufschlägen und den goldenen Knöpfen, sind die Farben wieder zu entdecken.

Flagge mit Eichenlaub

Diese Waffenröcke wurde später zur studentischen Bundeskleidung in Jena (Thüringen). 1816 schuf dann Amalia Nitsche für die Burschenschaft die Flagge. Rot-schwarz-rot waren die drei Streifen, wobei der schwarze Steifen in der Mitte ein goldenes Eichenlaub zierte. Seit dem übernahmen die deutschen Kleinstaaten die Farben in unterschiedlichen Anordnungen in ihren Flaggen.

Frankfurter Nationalversammlung nimmt Flagge an

Erst 1848 wurde die deutsche Nationalflagge in der Frankfurter Nationalversammlung mit ihren waagerechten Streifen schwarz-rot-gold angenommen. Jedoch wurde dieses nationale Symbol 1850 durch den preußischen König nach dem Scheitern der Bürgerlichen Revolution verboten. 1864 tauchte sie im deutsch-dänischen Krieg auf österreichischer Seite wieder auf.

Nationalflagge der Weimarer Republik

Nach dem Bruderkrieg (1866) führte das Deutsche Reich eine schwarz-weiß-rote Flagge. Erst 1918, nach der bürgerlichen Revolution, kam die schwarz-rot-goldene Flagge wieder zu Ehren. Am 11.08.1919 wurde sie dann als Nationalflagge des Deutschen Reiches der Weimarer Republik eingeführt. Jedoch durch die Nationalsozialisten am 13.03.1933 wieder verboten.

Nach der Wiedervereinigung unter einer Flagge

Seit dem 23. Mai 1949, dem Inkrafttreten des Grundgesetzes, wurde im Artikel 22 Abs. 2 festgelegt, dass die Bundesflagge der Bundesrepublik Deutschland schwarz-rot-gold ist. Am 1. Oktober 1059 fügte die Deutsche Demokratische Republik ihr Staatswappen (Ährenkranz mit Hammer und Zirkel) zur Unterscheidung zur BRD hinzu. Sie Flagge der BRD wurde durch die deutsche Wiedervereinigung auch im Osten gültig.

1 Kommentar
  • Pingback:Eine Stadtfahne für jeden Bürger - Aluart Deutschland
    Geschrieben um 13:31h, 12 September Antworten

    […] Eine sehr gute Idee ist es beispielsweise, den Bürgern der Stadt die Möglichkeit zu geben, eine Fahne mit dem Wappen der Stadt käuflich zu erwerben. So kann dann jeder Bürger die Fahnen während des Fests […]

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